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PSD2

Erste Schritte

Es zahlt sich aus, vorbereitet zu sein

Händler stellen Fragen zu PSD2. Zu Recht – die Initiative verändert den Zahlungsverkehr in ganz Europa. Warum ist PSD2 so wichtig? Was bedeutet PSD2 für Händler? Wer sorgt für die Einhaltung von PSD2 und wann tritt es in Kraft? Erfahren Sie, was die Auswirkungen auf Ihr Unternehmen sind.

Häufig gestellte Fragen

Was ist PSD2? 

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Bei der zweiten Revision der Zahlungsdiensterichtlinie (PSD2) durch die Europäische Union (EU) handelt es sich um eine Reihe von Neuerungen, die den elektronischen Zahlungsverkehr in der gesamten EU regeln.

Die wichtigste Neuerung der Gesetzgebung besteht darin, einen Rahmen zu schaffen, um Verbraucherbankdaten – mit Zustimmung der Verbraucher – Drittanbietern wie Einzelhändlern und Finanztechnologieunternehmen zur Verfügung zu stellen. PSD2 ermöglicht es Nichtbanken (wie beispielsweise Einzelhändlern), Zahlungen ohne die Intervention traditioneller Kreditkarteninstitute zu veranlassen.

Kurz gesagt, PSD2 schafft einen Rechtsrahmen, der mehr Möglichkeiten bietet, Zahlungen einfacher und sicherer als je zuvor auszutauschen.

Warum wurde PSD2 ins Leben gerufen?

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PSD2 wurde von der Europäischen Kommission (EK) eingerichtet, um den Wettbewerb zu stimulieren, Innovationen zu erleichtern, die Effizienz zu steigern, die Sicherheit zu erhöhen und Betrug auf dem Markt für Einzelhandelszahlungen zu verringern. Im Wesentlichen wurde PSD2 geschaffen, um die Wettbewerbsbedingungen anzugleichen und die Gesamtkosten von Zahlungen für Händler und Verbraucher zu senken.

Als die ursprüngliche Zahlungsdiensterichtlinie entwickelt wurde, war es unmöglich, sich die revolutionären Veränderungen in der Zahlungstechnologie vorzustellen, die in dem Jahrzehnt seit ihrer Verabschiedung stattgefunden haben. PSD2 stellt eine koordinierte Antwort auf eine Unmenge verschiedener Faktoren dar, darunter:

  • ein explosives Wachstum von Finanztechnologieunternehmen
  • ein dramatischer weltweiter Wechsel von Verbrauchern zu E-Wallets
  • der Anstieg alternativer Zahlungsmethoden wie etwa Banküberweisungen
  • erweiterte Erwartungen an den Datenschutz für Verbraucher

Wo findet PSD2 Anwendung?

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PSD2 gilt für jeden Zahlungsvorgang, der im Europäischen Wirtschaftsraum beginnt, endet oder ihn sogar nur passiert.

Wenn Sie in Europa geschäftlich tätig sind, ist PSD2 für Ihre Interessen relevant. Wenn Ihr Unternehmen persönliche Zahlungen von Kunden im Europäischen Wirtschaftsraum entgegennimmt, gilt die PSD2 für Sie. Wenn Ihr Unternehmen Online-Zahlungen von Kunden im Europäischen Wirtschaftsraum entgegennimmt, gilt die PSD2 für Sie.

Im Vereinigten Königreich (UK) hat die Financial Conduct Authority vorgeschlagen, dass sowohl die Starke Kundenauthentifizierung (SCA) als auch die gemeinsamen und sicheren offenen Kommunikationsstandards nach den gleichen Zeitvorgaben wie in der EU erfolgen sollen, selbst im Falle eines No-Deal-Brexit.

Treten mit PSD2 Berichtspflichten oder andere gesetzliche Anforderungen in Kraft?

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PSD2 schreibt vor, dass Payment-Service-Provider Überwachungsmechanismen für Transaktionen einrichten, um die Einhaltung der zentralen Sicherheitsanforderungen der Richtlinie zu gewährleisten. Die Anforderungen an die Transaktionsüberwachung beinhalten obligatorische Parameter, die als Risikofaktoren für Betrug ermittelt wurden.

Artikel 3 der PSD2 schafft einen Überprüfungsmechanismus für Payment-Service-Provider. PSD2 besagt, dass alle Payment-Service-Provider „von Auditoren mit Expertise in IT-Sicherheit und Zahlungsverkehr, welche operativ und vom Payment-Service-Provider unabhängig sein müssen, dokumentiert sowie regelmäßig getestet und bewertet werden müssen.“

Wer ist von PSD2 betroffen?

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PSD2 betrifft praktisch jeden, der in einem EU-Land lebt oder arbeitet. Wenn Sie am Kauf und Verkauf von Waren und Dienstleistungen in der EU beteiligt sind, betrifft Sie P2D2. Wenn Sie eine Zahlung tätigen, eine Zahlung erhalten oder in irgendeiner Weise an Einzelhandelszahlungen beteiligt sind, so zielt die P2D2 darauf ab, diese Prozesse transparent und sicher zu gestalten.

Verbraucher, Finanzinstitute und die Zahlungsbranche, die sie miteinander verbindet, sind alle von der PSD2 betroffen. Die PSD2-Gesetzgebung legt Rechte und Pflichten für Gruppen fest, und zwar einschließlich externer Payment-Service-Provider (TPPs), Zahlungsinitiierungsdienstleister (PISPs) sowie Aggregatoren und Dienstleister für Kontoinformationen (AISPs).

Was bedeutet PSD2 für Händler?

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PSD2 ist ein unerwartetes Geschenk an Händler, das kurz- und langfristige Vorteile mit sich bringt, darunter niedrigere Kosten für die Zahlungsakzeptanz, schnellen und direkten Zugang zu Geldern und ein Ekosystem, in dem Betrug minimiert wird.

PSD2 wird Händlern zugute kommen, indem es ihnen den Zugriff auf Kundendaten ermöglicht, die bisher nur Finanzinstituten zur Verfügung standen. Zahlungsdaten bieten Einblicke in die Transaktionsdaten Ihrer Kunden. PSD2 wird Einblicke ermöglichen, mittels derer Händler unkomplizierte Zahlungserlebnisse gestalten und so Reibungsverluste an der Kasse reduzieren können.

Was bedeutet PSD2 für die Verbraucher?

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Kurzfristig wird PSD2 den Verbrauchern mehr Informationen und Transparenz über ihre Zahlungen bieten und so die Verwaltung ihrer Finanzen erleichtern. PSD2 wird den Verbrauchern eine größere Auswahl und niedrigere Kosten bei den Zahlungsdiensten bieten, einschließlich der Abschaffung von Zahlungszuschlägen.

PSD2 zielt darauf ab, die Zahlungssicherheit zu erhöhen, damit die Verbraucher weniger anfällig für Betrug sind. Die Verbraucher werden auch mehr Sicherheit und Kontrolle darüber haben, wie – und mit wem – ihre Daten geteilt werden. PSD2 schreibt darüber hinaus einen verbesserten Verbraucherschutz bei Rückerstattungen und in der Beilegung von Beschwerden bei Händlern vor.

Was bedeutet PSD2 für Finanzinstitute?

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PSD2 bedeutet, dass Finanzinstitute nicht länger das Monopol auf Zahlungsverkehrsdaten genießen werden. PSD2 ist dazu gedacht, den Wettbewerb zu stimulieren und gleiche Wettbewerbsbedingungen für alle Finanztechnologieunternehmen zu schaffen. Obgleich Finanzinstitute mit einer breiteren Palette von Wettbewerbern konfrontiert sein werden, öffnet PSD2 den Finanzinstituten die Türen, um sich selbst neu aufzustellen.

In der Praxis müssen die kartenausgebenden Finanzinstitute ihre Ausrichtung ändern, wie Transaktionsdaten verwaltet und weitergegeben werden – direkt über APIs, verwaltet über externe Dienstleister oder andere Plattform-Lösungen. Die Finanzinstitute müssen Transparenz für Transaktionsdaten schaffen und andere Maßnahmen ergreifen, um die Einhaltung anderer regulatorischer Auswirkungen der Vorschriften zu gewährleisten.

Was ist mit PSD1?

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Die erste Zahlungsdiensterichtlinie (Payment Services Directive, kurz: PSD1) hat Rechte und Pflichten festgelegt und einen gemeinsamen Rahmen für Zahlungsdienste geschaffen. Die ursprüngliche Richtlinie ersetzte die nationalen Zahlungsvorschriften der einzelnen EU-Länder. PSD1 trat im Dezember 2007 in Kraft und war von November 2009 bis Januar 2018 in vollem Umfang wirksam, als die Richtlinie aufgehoben und vollständig durch PSD2 ersetzt wurde.

Wann tritt PSD2 in Kraft?

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Wichtige Ereignisse bei den PSD2-Zeitvorgaben liegen bereits hinter uns, während andere noch vor uns liegen:

  • 13. Januar 2018: Der Großteil der PSD2-Vorschriften trat in Kraft
  • 13. März 2018: Die Kommission veröffentlichte die neuen Sicherheitsstandards für PSD2: Der Final Regulatory Technical Standard (RTS) zur Starken Kundenauthentifizierung (SCA) und die Common and Secure Open Standards of Communication
  • 14. September 2019: Die neu veröffentlichten RTS- und SCA-Vorschriften treten in Kraft. (UPDATE: Nationale Behörden können den Emittenten, Acquirern und Händlern „begrenzt zusätzliche Zeit zur Verfügung stellen“, um SCA-fähig zu werden,, vorausgesetzt die PSP verfügen über einen Migrationsplan, dem zugestimmt wurde.)

Gibt es Ausnahmen von den PSD2-Vorschriften?

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PSD2 schreibt eine Befreiung von den Anforderungen der Secure Customer Authentication (SCA) für Händler in folgenden Fällen von:

  • Vertrauenswürdige Begünstigte: Händler, die von Verbrauchern auf die Whitelist gesetzt werden
  • Wiederkehrende Transaktionen: regelmäßige Zahlungen an dasselbe Unternehmen wie etwa bei Abonnements
  • Transaktionen mit geringem Wert von weniger als 30 €
  • Transaktionen mit geringem Risiko: Zahlungen, die in Echtzeit als von niedrigem Risiko bewertet wurden

Die Exemption Engine von Worldpay für die Starke Kundenauthentifizierung (SCA) reduziert die Abbruchquote an der Kasse.

Wie kann ich mein Unternehmen am besten auf PSD2 vorbereiten?

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Wenn Sie Ihr Unternehmen auf die Auswirkungen von PSD2 vorbereiten möchten, wenden Sie sich am besten an den Zahlungspartner Ihres Vertrauens.

PSD2 eröffnet Händlern enorme Möglichkeiten. Die Einhaltung der Vorschriften ist eine wichtige Vorbedingung – Ihr Zahlungspartner kann Sie dabei unterstützen. Über die Anforderungen hinaus verkörpert PSD2 Veränderungen in der Zahlungstechnologie, die Unternehmen neue Türen öffnen, um ihre Kunden zu begeistern.

Händler sind in der Lage, auf der Grundlage von Dateneinblicken bessere Entscheidungen zu treffen und so ein lückenloses, elegantes Benutzererlebnis zu bieten und gleichzeitig Kosten zu senken. Erfahren Sie mehr darüber, wie Ihr Unternehmen die PSD2 meistern kann. Entdecken Sie unten zusätzliche Ressourcen, und wenden Sie sich an einen der Zahlungsexperten von Worldpay.